Timisoara

Aus Serbien kommend war Timisoara unsere erste Destination in Rumänien. Wir waren überrascht von der Grosszügigkeit, ja, vom Wiener Flair dieser Stadt.

Geprägt wurde dieses Stadtbild vom habsburgischen Österreich, welches Timosoara ab 1716 für 200 Jahre beherrschte und vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer modernen Stadt mit Prachtbauten und neuester Technik ausbaute.

So wurde die Stadt schon früh an das internationale Eisenbahnnetz angebunden und ab 1869 wurden Pferdestrassenbahnen eingeführt, die modernsten öffentlichen Verkehrsmittel in Städten. Als eine der ersten Städte weltweit verfügte Timisoara auch seit 1884 über eine elektrische Strassenbeleuchtung. Die kommunistische Misswirtschaft unter Ceausescu schaffte es aber, dass hundert Jahre später die Strassenlaternen erloschen!

In Timisoara hatte dann aber auch die Revolution gegen den langjährigen kommunistischen Diktator Ceaucescu seinen Ursprung. Am 19. Dezember 1989 kam es zu Demonstrationen, bei denen die Armee und der berüchtigte Geheimdienst Securitate in die Menge schossen und rund 150 Menschen, darunter viele Kinder, töteten. Daraufhin breiteten sich die Proteste im ganzen Land aus und schon sechs Tage später war der Ceaucesu gestürzt und nach einem kurzen Schauprozess zusammen mit seiner Frau hingerichtet.

Und eine weitere angenehme Überraschung:  Grazia Gelato! Das beste Eis, das ich jemals ausserhalb Italiens gegessen habe!

Der Besitzer ist Italiener und seine Eltern waren beide Patisseures. Er hat sich in Italien in eine Rumänin verliebt, lebt nun seit ein paar Jahren mit ihr in Timisoara und die beiden produzieren seit einem knappen Jahr sagenhaften Eiskreationen. Allein schon dieses Eis wäre eine Reise nach Timisoara wert.

https://www.facebook.com/graziagelato/

 

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