Bulgarien 14. - 28.8.

A = Einreise aus Rumänien (Russe)

B = Veliko Turnovo

C = Plovdiv

D = Sofia

E = Ausreise nach Griechenland

Bulgarien hat etwas weniger Einwohner/-innen als die Schweiz, ist aber fast drei Mal so gross.

Auch in diesem Land ist - wie in fast allen Balkanländern -  die Bevölkerungszahl rückläufig. Der Grund ist die Abwanderung nach Westeuropa, vor allem nach Deutschland, Italien und Spanien, welche mit der Öffnung des "Einsernen Vorhangs" 1990 begann und sich mit dem Beitritt zur Europäischen Union noch verstärkte. Allein in den letzten zehn Jahren ist die Bevölkerung um 600'000 Personen, fast 10% der Bevölkerung,  geschrumpft. Seit 1990 beträgt der Rückgang sogar 2 Millionen! Es wandern vor allem die gut ausgebildeten Fachkräfte aus, was zu einem Arbeitskräftemangel führt und die Entwicklung der Wirtschaft stark behindert.

Russe

Russe es una tranquila ciudad a orillas del Danubio, con bastante industria (llegando como nosotros desde Rumanía se ven muchos edificios industriales, no todos bien conservados y bastantes en ruinas y uno se pregunta: ? dónde llego?

                   

Pero cuando llega el centro peatonal se encuentra con una ciudad encantandora.

 

El gobernador turco Midhat Pasha (1864-88) transformó la guarnición otomana en una moderna ciudad europea.Su situación privilegiada en el Danubio ayudó su desarollo comercial e industrial. Debido a su hermosos edificios diseñados por arquitectos italianos, austríacos, alemanes y búlgaros, empezó a ser conocida como " la pequeña Viena". Aquí se construyó la primera estación de tren de Bulgaria y aquí tuvieron su sede varios consulados europeos.

 

 

 

 

Y como "broche de oro ": aquí nació y vivió hasta los 4 años el premio nobel Elias Canetti (Russe 1905- Zürich1994) en el seno de una importante y rica familia comerciande sefardita. 

Las tumbas tracias

Con Gürsel como taxista ( búlgaro de origen turco, que habla español por haber trabajdo allá unos 4 años ) hemos visitado las tumbas tracias de Svehstari: una maravillas descubiertas y excavadas en el 1982.

 

Hay 26 tumbas descubiertas. La más expectacular es la que se cree es del rey Dromichaites (siglo III A.C!) que conserva aún restos del color original (estaba enterrada bajo un túmulo) e intactas unas cariátides, mitad mujer y mitad vegetal...

 

No dejan hacer fotos dentro asique he tomado esta foto de internet. La tumba es impresionante, no solo por estas cariátides, si no también por su tamaño y lo bien conservada que está, a pesar de haber sido saqueada (no se han encontrado joyas) se supone que hace muchos siglos.

Mira el pequeño video (en inglés).

https://www.dcyoutube.com/watch/pUGKtn1ww80

 

 

Visitando la tumba (teke) del santo alevita Demir Baba (s. XVI) . Dentro del recinto hay una fuente a cuyas aguas se les atribuyen propiedades curativas. El mausoleo esta situado sobre un antiguo santuario tracio (s. 4-2 AC).

Veliko Tarnovo

Veliko Tarnovo? Noch nie gehört! Ich erwartete ein ruhiges Städtchen - laut Lonely Planet weniger als 70'000 Einwohner/-innen, also knapp die Grösse von Luzern vor den letzten Eingemeindungen - aber wohl kaum Touristen. So nach dem Motto: Was ich nicht kenne, kennen andere sicher auch nicht. Weit gefehlt: Veliko Tarnovo ist eine Touristenattraktion und vor allem sehr beliebt bei Spanier/-innen - warum, haben wir nicht rausgefunden.

 

 

 

Dass es so viele Besucher/-innen nach Veliko Tarnovo zieht, ist gut nachvollziehbar: Die geografische Lage der Stadt ist grossartig: Auf mehreren Hügeln in und um eine grosse Schlaufe des Flusses Jantra gebaut, ergeben sich fantastische Perspektiven.

Prominent steht die gut erhaltene Burg im Norden der Stadt und wird jeden Abend mit einer Lightshow in Szene gesetzt.

Hier ein herrlich kitschiges Video dazu, das mich irgendwie an "Game of Thrones" erinnert:

https://www.youtube.com/watch?v=eo-YGgxLG3w

 

Plovdiv

Plovdiv, mit 345'000 Einwohner/-innen etwas kleiner als Zürich, spielte in der Geschichte Bulgariens mehrmals eine wichtige Rolle. Zur Zeit des römischen Reiches lag die Stadt an der Strasse, welche Rom mit Byzanz (Istanbul) verband. Die Römer bauten Strassen, öffentliche Gebäude, Tempel, ein Theater und ein immenses Sportstadion von 240 Meter Länge, 50 Meter Breite und einem Fassungsvermögen von 30'000 Zuschauer/-innen. 

Das Stadion liegt mitten in der Stadt und wurde erst 1926 entdeckt. In den Siebzigerjahren wurde die Nordkurve des Stadions freigelegt und später gut in die zeitgenössische Umgebung eingebettet. Der Rest des Stadions liegt unter einer Fussgängerstrasse und nicht freigelegt. Links unten ein Modell des vollständigen Stadions.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum zwischen dem Osmanischen Reich, Russland und Mitteleuropa. Davon zeugen viele gut erhaltene, gut restaurierte Bürgerhäuser in der Stadt.

Kapana

Ein bis anhin vernachlässigtes und teilweise verlassenes Handwerkerquartier in Plovdiv wurde im Rahmen der Aktivitäten zur "Kulturhauptstadt Europas" 2019 umgestaltet. Die leer stehenden Häuser wurden von der Stadt übernommen und zu günstigen Konditionen an junge, kreative Unternehmer/-innen weitervermietet.

 

Heute gleicht das Quartier dem Kreis 4 oder 5 in Zürich, allerdings verkehrsberuhigt und ohne Partypeople , was viel zur entspannten Atmosphäre im Quartier beiträgt. Man findet hier Gallerien, Ateliers, ein Aufnahmestudios, einen Vinyl-Laden, Hostels, Modemacher/-innen, Bio-Läden - und natürlich viele Bistros, Bars und eines der originellsten und wahrscheinlich besten Restaurants in der Stadt. 

Optisch präsentiert sich Kapana (morgens, wenn noch fast alle Geschäfte geschlossen sind) so:

 

Sofia

 

Sofia hat 1.2 Mio Einwohner und ist seit 1879 die Hauptstadt Bulgariens.

Mächtige neoklassizische Gebäude, Kathedralen, antike Ausgrabungen und kommunistische Protzbauten prägen das Bild der Innenstadt.

Dank der Vermittlung von Michael, unserem Gastgeber in Brasov und Moieciu, hatten wir Gelegenheit, die engagierte und sympathische Historikerin Radostina kennen zu lernen. Wir konnten uns zwei Mal treffen und haben von ihr viel interessantes über die neuere Geschichte und die Gesellschaft Bulgariens erfahren.

Ein kulturhisorisches Highlight ist sicher der Goldschatz von Panagjurischte aus dem 4./3. Jahrhundert vor Chr. Dabei handelt es sich um ein thrakisches Trinkservice aus purem Gold, das für rituelle Zeremonien gebraucht wurde.  Das faszinierende daran ist aber die unglablich kunstvolle  Verarbeitung, die ausdrucksstarken dargestellten Szenen und der gute Zustand diese neun Gefässe, die über 2300 Jahre alt sind.

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Kommentare: 1
  • #1

    Merlotschka (Montag, 10 September 2018 21:20)

    Ihr Lieben!
    Da hat sich ja einiges getan, als ich in den 2000er Jahren in Bulgarien war, war Plowdiv noch eher verschlafen!
    Liebe Grüße