Myanmar (Burma) 

09.12.2015 - 02.01.2016

Myanmar, bei uns besser bekannt unter dem alten Namen Burma, ist 15mal grösser als die Schweiz, hat 6mal mehr Einwohner - aber ein 12mal kleineres Bruttoinlandprodukt. Und dies absolut, nicht pro Einwohner. Aber das Land boomt: Seit drei Jahren beträgt die Wachstumsrate über 8% pro Jahr und 2015 hatte Myanmar das grösste Wachstum in Asien und sogar China überholt. Auch politisch ist einiges in Bewegung.

Zur Zeit unserer Reise liegen die Wahlen, bei denen die Partei der charismatischen Aung San Suu Kyi  86% der Parlamentssitze gewann, erst einen Monat zurück und die Stimmung ist optimistisch. Die Erwartungen der Menschen sind aber riesig und können von den neu gewählten Politiker/-innen sicher nicht alle erfüllt werden. Allein die Einigung zwischen den verschiedenen Völkern in Myanmar ist eine grosse Herausforderung.

Wir waren gut drei Wochen in Myanmar mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs - vom Pferdefuhrwerk über Motorradtaxis bis zu Fährschiffen. Wir trafen durchwegs liebevolle, offene, neugierige Menschen, die nach jahrzehntelanger Isolation Fremde mit offenen Armen empfangen.

Es folgt hier eine kleine Auswahl unserer Ferienfotos. Im Mittelpunkt sollen die Menschen stehen, die für uns immer der Hauptgrund für unsere Reisen sind.


Wo(men) at work

Die Marktfrau
Die Marktfrau
Der (Schrank-)Apotheker
Der (Schrank-)Apotheker
Die Fischverkäuferinnen
Die Fischverkäuferinnen

Getrocknete Fischabfälle auf dem (Gross-)Markt von Sittwe, bestimmt für den Verkauf an Hühnerfarmen im In- und Ausland, v.a. Bangladesh.

Die Besitzerin einer grossen Hühnerfarm (rechts), die auf dem Markt Fischabfälle kauft.

Fleischverkäuferinnen am Jassen
Fleischverkäuferinnen am Jassen
Der Zeitungsbibliothekar (rechts oben)
Der Zeitungsbibliothekar (rechts oben)
Die Schreiberin im mobilen Büro
Die Schreiberin im mobilen Büro
Der Schreibmaschinenreparateur (macht Mittagspause)
Der Schreibmaschinenreparateur (macht Mittagspause)

Transport

 

Im Strassenbau wird die harte Arbeit meist von Frauen verrichtet
Im Strassenbau wird die harte Arbeit meist von Frauen verrichtet

Essen in Myanmar

Die Küche in Myanmar ist nicht so raffiniert gewürzt wie die thailändische und bei weitem nicht so abwechslungsreich wie die chinesische. Trotzdem hat es uns fast immer ausgezeichnet geschmeckt, z.B. Mohinga, eine dicke Suppe, die mit Zitronengras, Knoblauch, Zwiebeln, Kurkuma, Ingwer, Chilis und Fischsauce gewürzt ist. Die Suppe wird mit dünnen Reisnudeln und Röstzwiebeln, Korianderblättern gegessen. Mohinga ist auch ein beliebter Snack und an den Strassenständen erhältlich

Sehr gut schmeckte uns auch Lephet, ein Salat aus fermentierten Teeblättern, hier vorne links im Bild.

 

Hier ein Rezept dazu:

http://www.annabelle.ch/kochen/gourmetrezepte/rezept-fur-lephet-thoke-burmesischer-salat-fusionfood-24794

 

Statt der bei uns kaum erhältlichen Teeblätter wird hier Chinakohl leicht fermentiert.

 

Tempelleben

 

Fast alle Kinder in Myanmar gehen ins Kloster, einige für ein paar Wochen, andere bleiben das ganze Leben.  Vor dem Klostereintritt werden die Kinder von der Familie festlich geschmückt, danach beginnt dann das einfache Mönchsleben.

 

 

 Hier ein kurzer Fernsehbericht des Norddeutschen Rundfunks über Kindermönche:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/weltbilder/Myanmar-Die-Kindermoenche-von-Bagan,weltbilder4786.html

 

Tempel sind auch "Freizeitstätten": Man trifft sich dort, macht ein Nickerchen, isst oder schaut einfach dem Treiben zu.

Die Tempel versuchen, mittels Casino-Elementen die Spendenabgabe spielerisch anzureichern.