Sumatra

Dezember 2013

Pulau Nias

Nias ist eine Insel westlich von Sumatra, etwa 2,5 mal so gross wie der Kanton Zürich und hat 650'000 Einwohner.  Uns reizte vor allem die noch erlebbare Megalthkultur, die Abgeschiedenheit der Insel und die fast menschenleeren Strände. Im Sommer eine beliebte Surfer-Destination, im Dezember haben wir aber am grössten Strand gerade mal sieben westliche Touristen gezählt.

Die Anreise

Die Insel muss man sich aber verdienen: Von Malakka in Malaysia nach Dumai in Sumatra mit dem Tragflügelboot in 2 Stunden, dann 8 Stunden warten auf die Abfahrt des Nachtbuses nach Sibolga an der Westküste, was 14 Stunden dauert. Danach brachte uns die Nachtfähre in 12 Stunden nach Nias. Ok, mit dem Flugzeug geht es etwas schneller und bequemer...

 

Der Strand

Erholen liess es sich dann gut am Sorake Beach bei Teluk Dalam im Süden der Insel 

Die Dörfer

Toba

Weiter ging's, diesmal mit Taxi - Flugzeug - Sammeltaxi - Fähre - Moped, auf die Insel Samosir im Tobasee. Wir waren 13 Stunden unterwegs. 

Auf Samosir hatten wir es dann wieder sehr relaxt - fast wie Ferien. 

Skulpturen auf Samosir

Zeitsprung!

Ich war 1995 schon einmal am Toba See. Zwischen den beiden Aufnahmen unten, aufgernommen vom gleichen Standort, liegen also 18 Jahre! 

Samosir war schon damals touristisch gut erschlossen. Die Gäste waren  fast ausschliesslich westliche Travellers, heute kommen sie überwiegend aus Indoniesien und Malaysia.

1995
1995
2013
2013

Der Markt

Bukit Lawang

Weiter ging es Richtung Dschungel, nach Bukit Lawang, das einen zwiespältigen Eindruck hinterliess.

In Bukit Lawang bestand bis in die Neunziger Jahre ein Orang-Utan-Rehabilitationszentrum. Dort wurden Orang-Utans, die zuvor in Gefangenschft lebten, wieder "ausgewildert". Das Zentrum wurde zwar aufgegeben, die Tiere werden aber nach wie vor zweimal täglich gefüttert, wodurch man höchstens von "halbwilden" Orang-Utans sprechen kann. Auch auf den Trekkings werden die alle Tiere von den guides entgegen den Parkregeln ausgiebig gefüttert. Daher sind viele Affen, auch Orang-Utans, handzahm und sind beliebte Fotoobjekte von ganzen Horden von Touristen Es gibt in der Nähe von Bukit Lawang auch zwei aggressive Orang-Utans, die schon viele Menschen gebissen haben sollen, was nicht erstaunlich ist bei gefütterten Tieren. 

Auch andere Aktivitäten von "Öko"- und Tierschutzorganisationen finde ich sehr fragwürdig. So liest man z.B. im Jahresbericht 2012 von "Yayasan Ekosistem Lestari":

 

"One of the highlights has been the successful

cataract surgery on one blind orangutan mother,

'Gober', who currently has twins. We wanted to

improve her quality of life so she is able to see

her cute little twins, although we were all

overwhelmed with the question “Will this first

cataract operation performed on a Sumatran

orangutan succeed?” But through careful

preparation, it was indeed a successful operation.

Now, Gober can see her cute little twins. This is a

really fantastic outcome."

 

Ich bin sicher, dass es im Dorf Bukit Lawang MENSCHEN gibt, die kein Geld haben,  den in Asien stark verbreiteten grauen Star operieren zu lassen.  

 

Zurück in den Grossstadt-Dschungel: Über Medan...

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Singapur Sling im Raffles
Singapur Sling im Raffles

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